Streaming Dienste – Disney und Co. nehmen die Verfolgung auf

Haben Sie mal wieder Lust auf Ihren Lieblingsfilm? Aber keine Lust zu warten, bis irgendein Sender ihn mal wieder zeigt? Video Streaming Dienste sind die Antwort und die wohl modernste und bequemste Art, Filme und Serien zu genießen. Die Möglichkeit, Filme und Serienfolgen einfach per Internet auf alle möglichen Endgeräte zu streamen, hat unsere Art und Weise, Inhalte anzusehen, grundlegend verändert.

Was ist Video Streaming?

Als „Streaming“ bezeichnet man die gleichzeitige Übertragung und Wiedergabe von Mediendaten (Video, Audio) über ein Netzwerk, in der Regel ist damit das Internet gemeint. Diese Technologie wird heutzutage vor allem von Videoplattformen wie YouTube oder von Video-on-Demand-Portalen eingesetzt. Dadurch ist es möglich, Filme und Serien direkt über den eigenen PC, Fernseher oder per Mobilgerät zu streamen, weswegen Video-on-Demand-Portale teilweise auch als „Online-Videotheken“ bezeichnet werden.

Flatrate: Film- und Serienvergnügen zum Festpreis

Auch Subscriptional Video on Demand oder SVoD genannt. Dieses Modell beschreibt die klassische Flatrate. Sie leihen so viele Filme und Serien, wie Sie wollen und bezahlen dafür einen fixen monatlichen Betrag. Bei Wildz können Sie Ihre Freizeit auch investieren, um entertaint zu werden.

Vorteile: Fixer Festpreis ohne zusätzliche Kosten, in der Regel flexibel kündbar und besonders gut für Serienfans geeignet. Nachteile: Kaum aktuelle Blockbuster oder Serien aufgrund von mangelnden Lizenzen.

Das SVoD-Model eignet sich ideal für Filmfans und Serienjunkies, die so gefesselt sind, dass sie am liebsten tagelang Filme und Serien schauen würden. Beispiele für reine SVoD Anbieter sind Netflix, oder Sky Ticket.

Einzelabruf: Flexibilität durch einzelne Transaktionen

Auch Transactional Video on Demand oder TVoD genannt. Wem das Modell mit monatlichen Kosten nicht zusagt, der ist mit Einzelabruf-Anbietern bestens bedient. Hier bezahlen Sie nur on Demand Filme und Serien, die Sie wirklich ansehen – ohne Vertrag, ohne Abo, ohne versteckte Kosten. Finden Sie nur hin und wieder mal Zeit für einen Film- oder Serienabend, ist TVoD das Richtige für Sie. Ein besonderes Plus: Aus lizenzrechtlichen Gründen dürfen Einzelabruf-Anbieter sehr viel aktuellere Filme anbieten als Flatrate Portale.

Mischanbieter: Das Beste aus beiden Modellen

Es gibt einige VoD Anbieter, die beide Modelle miteinander verbinden, also sowohl eine Flatrate als auch Filme im Einzelabruf anbieten. Mit diesen Streaming Portalen sind Sie sehr flexibel, da Sie sowohl auf eine Auswahl an Flatrate-Angeboten als auch auf aktuelle Blockbuster im TVoD zugreifen können. In der Regel nutzen Sie die beiden Modelle völlig unabhängig voneinander. VoD Anbieter, die beide Modelle mischen, sind maxdome sowie Amazon Video.

Video-Streaming-Dienste unter der Lupe

Die wohl bekanntesten Video-Streaming-Portale auf dem deutschen Markt sind maxdome, Amazon Video und Netflix. Sie unterscheiden sich in Umfang der Film- und Serienauswahl, der Kompatibilität mit diversen Endgeräten und natürlich im Preis.

Amazon Prime Video schlägt sich dabei insgesamt sehr gut. Sowohl was die IMDB-Bestenliste als auch aktuelle Blockbuster angeht, erzielt der Anbieter Spitzennoten. Einzige Schwäche sind aktuell noch klassische Filme. Dies ist allerdings ein allgemeines Problem im VoD, und immerhin schlägt Amazon mit 70 Prozent die Konkurrenz noch locker. Auch toll: Insgesamt stehen fast 30 Prozent aller verfügbaren Filme in der Flatrate zur Verfügung. Nur bei neueren Streifen ist das aus lizenzrechtlichen Gründen nicht der Fall.

In Sachen Filmen kann Netflix der Konkurrenz nicht das Wasser reichen. Das gilt vor allem für Einzelabruf-Anbieter wie Videoload oder Videobuster, die sich hauptsächlich auf Spielfilme spezialisiert haben. Ein weiteres Problem: Netflix kann als reines Flatrate-Portal nicht die Lizenzen für die neuesten Blockbuster vorweisen. Kinofilme kommen, wenn überhaupt erst sehr spät zu Netflix, weswegen das US-Portal in dieser Kategorie leider keinen Blumentopf gewinnt.

Bei den Serien sieht es schon ein wenig besser aus, auch wenn das Ergebnis mit 38 von 100 gesuchten Titeln nicht gerade berauschend ist. Relativ gut schlägt sich der Anbieter hier in den Kategorien „Die besten Serien aller Zeiten“ sowie „Seriencharts“. Kein Wunder, denn ein nicht eben kleiner Teil dieser Listen besteht aus von Netflix produzierten Serien. Ansonsten ist auch hier die Auswahl eher dürftig. Das verdeutlicht noch einmal die Netflix-Strategie, lieber eigene und qualitativ hochwertige Inhalte zu vertreiben, anstatt auf Masse zu setzen.

Disney+ ist der jüngste Anbieter in Sachen Streaming, hat aber große Ziele: dem bisherigen Platzhirsch Netflix den Kampf anzusagen. Das könnte auch gelingen, denn Disney+ hat den entscheidenden Vorsprung, Inhalte nicht erst produzieren zu müssen, sondern direkt mit bekannten und etablierten Marken wie Marvel und Star Wars ins Rennen zu gehen – von den klassischen Disney-Produktionen ganz zu schweigen. So stehen zu Beginn rund 500 Filme und 7.500 Serienepisoden aus der langjährigen Geschichte von Disney zur Verfügung. Exklusive Eigenproduktionen aus den Disney-, Marvel- und Star Wars-Universen sollen das Portfolio in Zukunft stark aufwerten und Fans langfristig binden. Im Grunde erlaubt sich Disney+ nur wenige Schwächen. So stehen zum Start – aufgrund noch laufender Lizenzverträge – nicht alle Inhalte der erwähnten Franchises sofort zur Verfügung. Das größte Manko dürfte allerdings die Entscheidung sein, ausschließlich FSK-12-Titel ins Angebot zu nehmen. Fans erwachsener Film- und Serienunterhaltung schauen hier in die Röhre. Genauso wie deutsche Nutzer, übrigens; bei uns startet Disney+ erst Ende März 2020, und ist bis dahin auch auf Umwegen kaum zu bekommen.

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