Musik-Streaming-Dienste ohne Registrierung – Hier geht’s

Bild von Markus Winkler auf PixabayHeutzutage geht der Trend in vielerlei Hinsicht hin zur Flatrate. Das gilt nicht nur für Filme und Serien, sondern auch für Musik. Wenn man das Angebot eines Musik-Streaming-Dienstes in Anspruch nehmen möchte – selbst ohne Download der Songs – ist eine Anmeldung beim jeweiligen Dienstleister mittlerweile nahezu obligatorisch. Mit einer individuellen Benutzerkennung aus Benutzername und Passwort hat der User dann Zugriff auf das Archiv des Streaming-Dienstes.

Was können Dienste ohne Registrierung?

Heute muss man sich fast immer und überall registrieren, sobald ein Dienst in Anspruch genommen wird. Sei es im alltäglichen Bedarf, beispielsweise Telefondienstleistung und digitale Kommunikation, oder aber auch bei Freizeitaktivitäten, wie Musik hören oder online spielen.

Die gute Nachricht: Momentan sind Anbieter, die keine Anmeldung fordern, im Trend. So gibt es sowohl E-Mail-Adressen, wie auch kostenlose SIM-Karten oder Online Gaming ohne Registrierung. Eines der aktuellsten Beispiele dafür sind Online Casinos, die keine Vorabanmeldung fordern. Konkret heißt dies, dass man kein Konto anlegen muss, um bei diesen Spielbanken zu zocken.

Da stellt sich jedoch generell die Frage: Bewähren sich Dienste, bei denen keine Registrierung notwendig ist, tatsächlich? Sind SIM-Karten ohne Anmeldung beim Netz-Anbieter sinnvoll? Kann man Casinos ohne Registrierung empfehlen? Und sind Musik-Streaming-Dienste ohne verpflichtendes Konto vertrauenswürdig?

 

Musik-Streaming-Dienste im Fokus

Zumindest die letzte Frage kann hier beantwortet werden. Denn es gibt einige tolle Streaming-Dienste, die ihre Musik kostenlos und auch ohne Registrierung anbieten und dabei völlig legal sind:
1. Youtube
Viele machen es sowieso bereits: Musik über Youtube Videos hören. Nach Berechnungen des US-Unternehmens Ellacoya Networks, ein Anbieter von Telekommunikationslösungen, beansprucht YouTube 10 Prozent des gesamten Datenverkehrs im World Wide Web und 20 Prozent des HTTP-Aufkommens für sich. Damit gehört die Plattform zu einer der erfolgreichsten überhaupt. Die Benutzer können auf Youtube kostenlos Videoclips ansehen und ohne Anmeldung die Musikvideos genießen. Seit Neuestem ist auf einigen Youtube Kanälen sogar ein neues Sounderlebnis verfügbar – Musik im 8D Sound!

2. Dailymotion

Es gibt einige gute Alternativen zu Youtube, die sich auf Musikvideos spezialisiert haben. Dailymotion ist eines dieser Portale des gleichnamigen französischen Unternehmens, bei dem Videos hochgeladen und allen zugänglich gemacht werden. Der Dienst kann, wie bei Youtube, ohne Anmeldung genutzt werden. Sobald man sich kostenlos registriert, bekommt man außerdem die Möglichkeit, Videos zu Liken und Kanälen zu folgen.

3. Putpat

Dieser Music TV-Service ist ein weiterer Vorschlag. Putpat.tv ist ein Online-Musikfernsehen nach dem Vorbild des frühen Fernsehsenders MTV, als noch ausschließlich Videoclips gezeigt wurden. Es besticht durch gute Qualität, schiebt allerdings zwischen den einzelnen Clips einige Sekunden Werbung dazwischen. Wer darüber hinwegsehen kann, wird mit diesem Streaming-Dienst ebenfalls zufrieden sein.

4. SoundCloud

Vor allem selbst erstellte Musik findet auf diesem recht bekannten Streaming-Dienst einen Platz. SoundCloud ist ein Online-Musikdienst als Kooperations- und Werbeplattform für größtenteils noch recht unbekannte Musiker. Ohne Anmeldung kann man hier direkt und kostenlos nach Interpreten sowie Songs suchen, fast alle davon herunterladen und ohne Zwischenwerbung streamen. Ein Vorteil von SoundCloud ist, dass es viele verschiedene Versionen eines Songs anbietet, die die Interpreten außerhalb ihrer Alben produziert haben. Zusätzlich gibt es eine Android- und iOS-App sowie eine mobile Version der Seite. Ein Nachteil des Online-Musikdienstes ist jedoch, dass das Repertoire bei Weitem begrenzter als bei vergleichbaren Diensten ist.

5. The Internet Archive

Neben der SoundCloud-Lösung gibt es das Internet Archive mit vielen seltenen Tonträgern. Die Seite Archive.org ist eine gemeinnützige Organisation, die seit 2007 den offiziellen Status einer Bibliothek hat und Videos, Musik, Bücher und Webseiten speichert sowie über das Internet kostenlos zur Verfügung stellt. Gestartet wurde es als reines Webarchiv, stellt allerdings seit 2002 eine digitalisierte Version von Schallplatten zur Verfügung. So sind gerade ältere und seltene Aufnahmen wieder für ein größeres Publikum erreichbar. Die Platten können nach Belieben oft abgespielt werden, da es keine Einschränkung zur Abspielhäufigkeit gibt. Auch ein kostenloser Download der Aufnahmen ist möglich.

6. The Artist Union

Ähnlich wie SoundCloud wird diese Plattform von vielen aufstrebenden und noch eher unbekannten Künstlern verwendet. Nicht alle, aber viele Songs können auch hier kostenlos heruntergeladen werden. Die Vergleichbarkeit zu SoundCloud zeigt sich auch durch eine Verlinkung zum genannten Streaming-Dienst.

 7. Jamendo Music

Jamendo Music ist ein Online-Dienst, bei dem Musik kostenlos gehört, allerdings nur nach Anmeldung heruntergeladen werden kann. Neben der Registrierung via E-Mail funktioniert der Login auch über Facebook und Google, also muss immerhin kein neues Konto angelegt werden. Die Benutzeroberfläche ist den üblichen Streaming Anbietern Spotify oder Deezer sehr ähnlich. Auf der Startseite finden sich beliebte Songs oder Vorschläge für Radios und Playlists. Außerdem gibt es die Seite neben der Web-Version auch als App für Android, iOS und Windows Phone.

 8. Last.fm

Zu guter Letzt hat man auf last.fm die Möglichkeit, Songs, Alben und Künstler zu suchen sowie anschließend anzuhören – allerdings nicht so schnell, wie es klingt. Zunächst wird für 30 Sekunden eine Werbung eingeblendet, bevor das jeweilige Musikvideo startet. Hier ist eine Verlinkung zu Spotify vorhanden, jedoch muss man dafür wiederum angemeldet sein.

Sicherheits-Risiken bei kostenlosen Anbietern

Zu den oben gelisteten Anbietern sollte man Folgendes wissen:

Grundsätzlich empfiehlt es sich, die jeweiligen Lizenzbedingungen der Anbieter genau zu lesen. Trotzdem gilt generell, dass alle Songs unter der Creative Commons-Lizenz stehen. Somit können diese legal heruntergeladen werden und sind GEMA-frei, also für die private Nutzung verfügbar. Jeder Musikdownload für private, nicht kommerzielle Zwecke, ist kostenlos und rechtlich einwandfrei.

Der etwas unklare Begriff „Lizenzfrei“ oder „Royalty Free“ heißt auf keinen Fall, dass keine Gebühren zu bezahlen sind. Er bedeutet, dass eine Lizenzgebühr nur einmal und nicht bei jeder Nutzung wiederholt bezahlt werden muss.

Was den Datenschutz angeht, geht man ohne Registrierung nicht unbedingt ein Risiko ein. Im Gegenteil: Spätestens seitdem die weltweite Überwachung der Geheimdienste bekannt wurde, ist es zweifelhaft, wie sicher Dienste mit verpflichtender Registrierung in Bezug auf Datenschutz und Privatsphäre sind. Ferner verdienen die meisten kostenlosen Musik-Streaming-Dienste ihr Geld mit individualisierter Werbung: Dafür werden Informationen aus den privaten Mails ausgewertet, um passende Produkte anzuzeigen. Wenn ein Anbieter die privaten Daten respektieren und schützen soll, muss fast in jedem Fall Geld bezahlt werden.

Ampya, Simfy, Spotify und Co.

Falls man dennoch mit einer Anmeldung das Angebot von Ampya, Simfy oder Spotify nutzen möchten, findet man hier die drei Dienste im ausführlichen Vergleich.

 

 

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